Die Geschichte
Das Bad wurde im Jahre 1796 gegründet. Das Moorbad heilt erfolgreich seit mehr als 200 Jahren vor allem den Bewegungsapparat, in der letzten Zeit werden hier aber auch Nervenentzündungen, postoperative Zustände sowie Obesität erfolgreich behandelt. Das erfahrene Pflegepersonal widmet sich den Patienten und den Gästen mit entsprechendem Entgegenkommen und mit dem Verständnis für ihre individuellen Probleme.
Sieben Pavillons im wunderschönen Tal des Mšenský Baches sind von dem weiträumigen romantischen Park mit Teichen umgegeben. Die Einzel- und Doppelzimmer mit eigenen sozialen Einrichtungen verfügen über gesamte Kapazität von 230 Betten.
Der Jugendstilpavillon Dvorana, der unter dem Denkmalschutz steht, stellt ein architektonisches Kleinod dar. Es ist ein Werk des tschechischen Architekten Jan Letzel, der eher in der Welt als in Tschechien berühmt ist. Sein bekanntestes Werk ist der Industriepalast in Hiroshima. Nur 600 m von dem Badeareal entfernt liegt das Relax- und Sportzentrum Relax Club, wo den Gästen ein Tennisplatz mit der Kunstoberfläche und Beleuchtung, ein Volleyballspielplatz und ein kleiner Spielplatz für Leichtathletik zur Verfügung steht. Das Kulturangebot ist reichhaltig und umfasst gesellschaftliche Abende, Tanzveranstaltungen, Sport- und Bildungsprogramme, Ausflüge in die Umgebung mit einer Reihe von attraktiven kulturellen und historischen Sehenswürdigkeiten des Tschechischen Mittelgebirges.
Die Geschichte von Bad Mšené in kurzem Überblick
Die Untergrundquellen in der Nähe von Mšené sind schon seit langem bekannt. In der Hälfte des 18. Jahrhunderts wurde das Wasser, das nahe dem Forsthaus bei der Fasanerie entsprang, von Jägern zu den Heilzwecken und von Budyněr Arzt Dr. Bayer zur Behandlung seiner Patienten verwendet.
Im Jahre 1790 kam der Verwalter des Herrenbesitzes von Kinský Geschlecht in Zlonice, František Pavikovský, der an Magenübelkeit litt, zu einer Inspektion. Nachdem er das Wasser von Mšené getrunken hatte, fühlte er sich auf einmal viel besser, was den Anlass zur Gründung des hiesigen Kurortes gab. Der ruhmvolle Arzt und Mineraloge, Dr. František Ambrož Reuss, bestätigte im Wasser von Mšené einen hohen Anteil an Mineralstoffe. Der Fürst Oldřich Kinský hatte nicht den Mut dazu, den Kurort selbst aufzubauen, aber er stimmte seinem Aufbau zu, wobei er František Pavikovský das Geld dazu lieh. Der baute den Kurort im Jahre 1796 auf seine eigene Kosten auf. Im Jahre 1803 war dem österreichischen Erzherzog Karl Ludwig ein Brief übergegeben, in dem er um Erlaubnis, dass der Kurort seinen Namen tragen könnte. Obwohl dieser Vorschlag abgelehnt worden war, wurde die Auffangquelle ohnehin als Karlsquelle genannt. Eine ganz andere Quelle wurde zufällig entdeckt und nach der Ehefrau des Fürsten, Rosa Kinská, geborene Harrachová, Rosas Brunnen benannt.
Als der Grundbesitz von Mšené in Besitz der Familie Toman überging, begann František Toman Anfang des 20. Jahrhunderts mit einer umfangreichen Rekonstruktion des Badeareals und des Badebetriebes.
Im Jahre 1931 wurde der Kurort dem Verband der agrarischen Versicherungsgesellschaften für 3 Millionen Kronen verkauft und nach dem 2. Weltkrieg im Rahmen der Sozialisierung verstaatlicht.
In die neue Zeit nach der Wende trat das Bad Mšené als selbstständige Aktiengesellschaft ein. Es werden hier vornehmlich Krankheiten des Bewegungsapparates (Gelenke, Wirbelsäule) geheilt, und zwar mit Hilfe der Hydrotherapie und der zusätzlichen Heilmethoden (Paraffinwickel, Gasspritzen, Torf u.Ä.). Der Betrieb des Kurortes ist ganzjährig und mit der Kapazität von 230 Betten.






